MEDIALES TIBIA
STRESS SYNDROM }

PATHOLOGIE

Das mediale Tibia-Stress-Syndrom (MTSS), auch Shin-Splints genannt, ist eine häufige Verletzung durch Überbeanspruchung oder wiederholte Belastung der unteren Gliedmaßen.

Bei Athleten stellt diese Erkrankung eine der häufigsten Ursachen für Belastungsschmerzen der Beine dar, üblicherweise geprägt durch diffuse Schmerzen im Bereich der mittleren bis unteren Vorderkante des Schienbeins bei Belastung. Im Frühstadium von MTSS werden die Beschwerden (i) zu Beginn der Belastung schlimmer, (ii) schwächen sich im weiteren Verlauf des Trainings ab und (iii) hören innerhalb von Minuten nach der Übung auf. In späteren Stadien kann der Schmerz auch bei leichterer Belastung und sogar im Ruhezustand auftreten.

Die Diagnose basiert auf dem klinischen Bild. Bildgebende Verfahren sollten zum Ausschluss anderer Ursachen für die Belastungsschmerzen der Beine herangezogen werden oder wenn die Diagnose von MTSS nicht eindeutig ist.

Trainingsfehler ("zu viel, zu schnell") sind die häufigsten Ursachen für die Entwicklung eines MTSS. Betroffen sind hauptsächlich Läufer, Fußball- und Basketballspieler sowie Tänzer. Fast immer geht das MTSS mit Veränderungen der Biomechanik des Beins einher, einschließlich Veränderungen des Kniegelenks, Tibiatorsion, femorale Anteversion, Fehlbildungen des Fußgewölbes bzw. Längenunterschied der Beine.

Allerdings können auch unangemessene Schuhe (insbesondere ausgetretene Schuhe) zur Entstehung eines Shin-Splints beitragen. Verschiedene belastungsbedingte Tibiaverletzungen können bei der MTSS-Entstehung beteiligt sein, einschließlich Tendinopathie, Periostitis sowie Dysfunktion der Muskeln M. tibialis posterior, M. tibialis anterior und M. soleus. Frauen sind häufiger betroffen als Männer und haben ein etwa dreimal so hohes Risiko einer Progression hin zu Stressfrakturen.

Die MTSS-Behandlung sollte in der Akutphase mit Schonung und Kühlung beginnen, gefolgt von sanften Übungen in der Rehabilitationsphase und einem geänderten Trainingsprogramm (weniger intensiv, geringere Frequenz und kürzere Dauer, regelmäßige Dehn- und Stärkungsübungen sowie Tragen gut passender Schuhe mit Polstersohle). Einlagen, manuelle Therapie, Injektionen und Akupunktur können ebenfalls zur Linderung der Symptome beitragen. Bei anhaltenden Beschwerden über mehr als sechs Monate trotz konservativer Therapie sollte radiale Stoßwellentherapie (RSWT) zum Einsatz kommen. Ein chirurgischer Eingriff sollte bei persistierenden MTSS-Fällen erwogen werden.

BEHANDLUNG

1. PALPATION
Den schmerzenden Bereich durch Abtasten und Biofeedback ermitteln.

2. MARKIEREN
Den schmerzenden Bereich markieren.

3. GEL AUFTRAGEN
Auftragen von Kontaktgel zur Stoßwellenübertragung in das Gewebe.

4. ANWENDUNG DER STOSSWELLEN
Radiale oder fokussierte Stoßwellen in den schmerzenden Bereich einleiten. Dabei mit leichter Anpresskraft arbeiten.

 

EMPFOHLENE EINSTELLUNGEN

Swiss
DolorClast }

  Behandlung
Anzahl der Behandlungssitzungen 3 bis 5
Abstand zwischen zwei Sitzungen 1 Woche
Luftdruck Evo Blue® 2,5 bis 4 bar
Luftdruck Power+ 2 bis 4 bar
Impulse 2000 Impulse auf die schmerzende Stelle
Frequenz 8Hz bis 12Hz
Handstück 15mm
Anpressdruck Leicht bis mittelstark

KLINISCHER NACHWEIS

Rompe JD, Caccio A, Furia JP, et al.
Low-energy extracorporeal shock wave as a treatment for medial tibial stress syndrome.
Am J Sports Med 2010 Jan; 38(1):125-32. Epub 2009 Sep 23
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19776340

RISIKEN

Nebenwirkungen der Radialen Stoßwellentherapie (RSWT®) mit dem Swiss DolorClast®

Richtig angewendet birgt die RSWT® mit dem Swiss DolorClast® nur minimale Risiken.

Typische gerätebedingte leichte Nebenwirkungen sind:

  • Schmerz und Unbehagen während und nach der Behandlung (Anästhesie nicht erforderlich)
  • Rötung der Haut
  • Bildung von Petechien
  • Schwellung und Taubheit der Haut im Behandlungsbereich

Diese leichten gerätebedingten Nebenwirkungen verschwinden normalerweise innerhalb von 36 Stunden nach der Behandlung.

Demzufolge sind folgende Kontraindikationen bei der RSWT® mit dem Swiss DolorClast® zu beachten:

  • Behandlung über gasgefülltem Gewebe (Lunge, Darm)
  • Behandlung angerissener Sehnen
  • Behandlung von Schwangeren
  • Behandlung von Patienten unter 18 Jahren (außer bei Behandlung des Morbus Osgood-Schlatter und der muskulären Dysfunktionen bei Kindern mit spastischen Bewegungsstörungen)
  • Behandlung von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen (einschließlich lokaler Thrombosen)
  • Behandlung von Patienten, die mit oralen Antikoagulantien behandelt werden
  • Behandlung von Geweben mit lokalen Tumoren oder lokalen bakteriellen und/oder viralen Infektionen
  • Behandlung von Patienten, die mit Kortison behandelt werden

BLEIBEN SIE DRAN MIT DOLORCLAST

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