PSEUDORADIKULÄRE
SCHMERZEN IM BEREICH
DER LENDENWIRBELSÄULE }

PATHOLOGIE

Radikuläre und pseudoradikuläre Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) sind unterschiedliche Arten von Schmerz, der in die Beine ausstrahlt. Radikulärer Schmerz strahlt bis in den Unterschenkel aus und ist vermutlich Folge von Erkrankungen, die mit Kompression der Nervenwurzeln einhergehen. Der Schmerz wird auch in Hautgebieten des Unterschenkels wahrgenommen (projizierter Schmerz). Im Gegensatz dazu strahlt pseudoradikulärer Schmerz nicht bis in die Unterschenkel aus und ist vermutlich Folge von lokalen Störungen, die weder die Nervenwurzeln noch Nerven selbst betreffen.

Zu diesen Störungen gehören Erkrankungen der Facettengelenke, das Piriformis-Syndrom und mehrere andere Krankheiten. Der Schmerz wird in Hautgebieten im Bereich des Oberschenkels wahrgenommen (Übertragungsschmerz, Head'sche Zonen). In vielen Fällen pseudoradikulärer Schmerzen im Bereich der LWS ist es unmöglich, die zugrunde liegende Erkrankung zu finden, weshalb diese Fälle "idiopathisch" genannt werden.

Die Unterscheidung zwischen radikulären und pseudoradikulären Schmerzen im Bereich der LWS ist aus mehreren Gründen klinisch relevant:
(i) Radikuläre Schmerzen haben immer eine neuropathische Komponente, da stets eine Schädigung oder Reizung peripherer Nerven oder Nervenwurzeln vorliegt. Im Gegensatz dazu können pseudoradikuläre Schmerzen ohne Schädigung oder Reizung von peripheren Nerven oder Nervenwurzeln auftreten und somit rein nozizeptiv sein. Diese Unterscheidung ist bei der Auswertung der Ergebnisse neurophysiologischer Untersuchungen von großer Bedeutung.

 

(ii) Radikuläre Schmerzen (neuropathische Schmerzen) sprechen häufig gut auf Antidepressiva und Antiepileptika an. Im Gegensatz dazu sind pseudoradikuläre Schmerzen (nozizeptive Schmerzen) meistens gut mit nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAP) zu behandeln.

Die Diagnose basiert auf dem klinischen Bild. Bildgebende Verfahren sollten zum Ausschluss anderer Ursachen für Rückenschmerzen herangezogen werden oder wenn die Diagnose eines radikulären bzw. pseudoradikulären Schmerzsyndroms klinisch nicht eindeutig ist. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Befunde bildgebender Verfahren gerade im Bereich der LWS oftmals nicht mit dem klinischen Bild in Einklang stehen.

Radiale Stoßwellentherapie (RSWT) ist eine sehr erfolgreiche Alternative zur konservativen Behandlung des pseudoradikulären Schmerzsyndroms.

BEHANDLUNG

1. PALPATION
Den schmerzenden Bereich durch Abtasten und Biofeedback ermitteln.

2. MARKIEREN
Den schmerzenden Bereich markieren.

3. GEL AUFTRAGEN
Auftragen von Kontaktgel zur Stoßwellenübertragung in das Gewebe.

4. ANWENDUNG DER STOSSWELLEN
Radiale oder fokussierte Stoßwellen in den schmerzenden Bereich einleiten. Dabei mit leichter Anpresskraft arbeiten.

 

 

EMPFOHLENE EINSTELLUNGEN

Swiss
DolorClast }

  Behandlung
Anzahl der Behandlungssitzungen 3 bis 5
Abstand zwischen zwei Sitzungen 1 Woche
Luftdruck Evo Blue® 2,5 bis 4 bar
Luftdruck Power+ 1,5 bis 4 bar
Impulse 500-1000 Impulse pro Triggerpunkt
Frequenz 12Hz
Handstück 15mm oder 15 mm Trigger
Anpressdruck Leicht bis Mittelstark

KLINISCHER NACHWEIS

Bauermeister W.
Stosswellentherapie beim idiopathischen Rückenschmerz pseudoradikulären Syndromen. In: Maier M, Gillesberger F: Abstract 2003 zur Muskuloskelettalen Stosswellentherapie: Norderstedt, 2003, 29-34
http://www.abebooks.fr/9783833004230/Abstracts-2003-Muskuloskelettalen-Stosswellentherapie-Gillesberger-3833004231/plp

RISIKEN

Nebenwirkungen der Radialen Stoßwellentherapie (RSWT®) mit dem Swiss DolorClast®

Richtig angewendet birgt die RSWT® mit dem Swiss DolorClast® nur minimale Risiken.

Typische gerätebedingte leichte Nebenwirkungen sind:

  • Schmerz und Unbehagen während und nach der Behandlung (Anästhesie nicht erforderlich)
  • Rötung der Haut
  • Bildung von Petechien
  • Schwellung und Taubheit der Haut im Behandlungsbereich

Diese leichten gerätebedingten Nebenwirkungen verschwinden normalerweise innerhalb von 36 Stunden nach der Behandlung.

Demzufolge sind folgende Kontraindikationen bei der RSWT® mit dem Swiss DolorClast® zu beachten:

  • Behandlung über gasgefülltem Gewebe (Lunge, Darm)
  • Behandlung angerissener Sehnen
  • Behandlung von Schwangeren
  • Behandlung von Patienten unter 18 Jahren (außer bei Behandlung des Morbus Osgood-Schlatter und der muskulären Dysfunktionen bei Kindern mit spastischen Bewegungsstörungen)
  • Behandlung von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen (einschließlich lokaler Thrombosen)
  • Behandlung von Patienten, die mit oralen Antikoagulantien behandelt werden
  • Behandlung von Geweben mit lokalen Tumoren oder lokalen bakteriellen und/oder viralen Infektionen
  • Behandlung von Patienten, die mit Kortison behandelt werden

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